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Marketer Talk mit Erik Siekmann

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Das sind die Themen:

Reichweite ist beim B2B-Podcast der falsche Maßstab Account-based Marketing bedeutet nicht, möglichst viele Hörer zu gewinnen, sondern genau die Entscheider zu erreichen, die ein Thema verstehen müssen. Für Marketing-Verantwortliche zählt deshalb nicht die Gesamt-Audience, sondern die Passgenauigkeit der Zielgruppe. Wer diesen Maßstab anlegt, bewertet Podcast-Erfolg an Qualität statt an Downloadzahlen.

Video holt ab, Audio bindet Kurze Videoclips auf LinkedIn übernehmen die Discovery-Phase, weil sich die Zielgruppe darüber präzise targetieren lässt. Wer sich mit einem Thema bereits beschäftigt hat, wechselt anschließend in den längeren Audio-Podcast und wird zum treuen Hörer. Für die Content-Planung heißt das: Video und Audio brauchen unterschiedliche Rollen im Funnel, nicht denselben Inhalt in zwei Formaten.

Podcasts wirken bei erklärungsbedürftigen Produkten Je komplexer ein Produkt und je höher der Kundenwert, desto eher lassen sich Interessenten auf lange, tiefgehende Inhalte ein. Das passt zur Auswahl eines ERP- oder CRM-Systems deutlich besser als zum Kauf von Kosmetik oder anderen schnelldrehenden Konsumgütern. Marketing-Verantwortliche in B2B-nahen Branchen sollten Podcasts deshalb gezielter einsetzen als reine Konsumgütermarken.

Klassisches SEO verliert an Steuerbarkeit KI-Antworten ersetzen zunehmend den klassischen Klick über Google, Marken werden zitiert statt verlinkt. Damit verschwinden die bekannten, deterministischen Wirkmodelle im Performance-Marketing, an ihre Stelle treten Wahrscheinlichkeiten. Wer bislang die Hälfte seiner Kaufentscheidungen und Akquisitionskosten über Suche gesteuert hat, muss diese Steuerung neu denken.

Persönlichkeit schlägt Austauschbarkeit als Markenkern Weil KI Inhalte beliebig generieren kann, gewinnen Authentizität und erkennbare Gesichter an Bedeutung, vom CEO bis zur Mitarbeiterin im Handel. Personenmarken schaffen zudem Communities, die Themen aus eigenem Antrieb weitertragen. Für Marketing-Verantwortliche lohnt es sich, gezielt Menschen aus dem Unternehmen sichtbar zu machen statt ausschließlich auf Unternehmensmarken zu setzen.


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