Marketer Talk mit Matthias Wlaka
Das sind die Themen:
Warum KI-Euphorie oft mehr schadet als nützt Der aktuelle KI-Hype erzeugt in vielen Unternehmen mehr Unsicherheit als Fortschritt. Wer jeder Nachricht über neue Tools hinterherspringt, verliert schnell den Überblick, was wirklich einen Geschäftswert schafft. Entscheidend ist, zwischen echtem Nutzen und reinem FOMO-Effekt zu unterscheiden. Das gilt besonders in größeren Organisationen, in denen auch Gremien wie Betriebsräte Sicherheit brauchen.
Klare Kriterien statt blindem Aufspringen Statt pauschal in KI zu investieren, lohnt sich ein klares Kriterium: Jedes Projekt sollte innerhalb von 12 bis 18 Monaten einen erkennbaren Return liefern. Generische Schulungen für alle Mitarbeitenden bringen dabei wenig, weil sie schnell verpuffen. Sinnvoller ist es, gezielt die Beschäftigten mit den passenden Aufgaben und Skills auszustatten und dabei klare Regeln für den Umgang mit sensiblen Daten zu vermitteln.
Echte Produktfotos als Basis für KI-Bilder Bei der Content-Produktion zahlt sich ein pragmatischer Ansatz aus: Produktfotos vom echten Artikel werden per KI freigestellt und auf virtuelle Modelle übertragen, statt das Produkt selbst künstlich zu generieren. So bleibt der Eindruck auf dem Bildschirm nah an der Realität, was Retouren spürbar reduziert. Für emotionale Kampagnen wie TV-Spots kommen weiterhin echte Models zum Einsatz.
Zielgruppengerechte KI-Modelle sind Schwerstarbeit Künstliche Modelle für eine Zielgruppe jenseits der 40 zu erstellen, ist deutlich komplexer als gedacht. Die verfügbaren Trainingsdaten stammen meist von jüngeren Models, wodurch KI-generierte Bilder schnell zu glatt oder unrealistisch alt wirken. Nur durch präzises Prompting und gezieltes Training lassen sich Aussehen, Posen und Ausstrahlung so gestalten, dass sie zur eigenen Zielgruppe und Markenidentität passen.
Messen wirken erst durch persönliche Gespräche Der größte Mehrwert von Branchenmessen entsteht abseits der großen Bühnen. Kleinere Formate wie Speaker-Dinner oder Roundtables bieten Raum für echten fachlichen Austausch mit Menschen, die vor denselben Herausforderungen stehen. Genau aus solchen Gesprächen lassen sich konkrete Impulse direkt in die Umsetzung bringen, etwa der Einstieg in neue Vertriebsplattformen.
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