Marketer Talk mit Johannes Paysen
Das sind die Themen:
Aufmerksamkeit schlägt reine Reichweite Die zentrale Erkenntnis: Nicht jede Reichweite erzeugt Wirkung. Entscheidend ist, ob Werbung in einem Umfeld erscheint, das Aufmerksamkeit fördert. Der Gesprächspartner beschreibt, wie Marken zunehmend bereit sind, auf einen Teil der Reichweite zu verzichten, wenn sie dafür Nutzer in einem aufnahmefähigeren Moment erreichen. Für Marketing-Verantwortliche rückt damit die Qualität der Kontakte stärker in den Vordergrund als reine Kontaktzahlen.
Emotionen ergänzen den klassischen Kontext Content-Fit bleibt die Grundlage jeder Kampagne. Neu ist der zusätzliche Blick auf die emotionale Wirkung eines Inhalts. KI-Modelle analysieren nicht nur das Thema eines Artikels, sondern auch, ob Inhalte beispielsweise Begeisterung, Neugier oder Unsicherheit auslösen. Dadurch lassen sich Werbebotschaften in Umfeldern platzieren, die eine höhere Resonanz und stärkere Markenwirkung erwarten lassen.
KI schafft neue Möglichkeiten ohne Cookies Der Rückgang von Third-Party-Cookies zwingt das Marketing zu neuen Ansätzen. Statt Nutzerprofile über längere Zeiträume nachzuverfolgen, rückt die Analyse aktueller Inhalte stärker in den Fokus. Moderne KI-Systeme erkennen Interessen, Intentionen und emotionale Muster direkt im Umfeld eines Artikels. Dadurch entstehen datenschutzfreundliche Alternativen, die gleichzeitig relevante Zielgruppen erreichen können.
Dynamische Werbemittel erhöhen die Relevanz Nicht nur die Platzierung, auch die Gestaltung der Werbung gewinnt an Bedeutung. Werden Werbemittel dynamisch an den jeweiligen Kontext angepasst, lassen sie sich einfacher erfassen und wirken natürlicher im Umfeld. Das Gespräch zeigt, dass die Kombination aus Kontextanalyse und dynamischer Kreation die Wahrnehmung von Kampagnen verbessern kann und damit zusätzliche Wirkungspotenziale eröffnet.
Kontext wird kanalübergreifend relevant Die Ansätze aus dem Open Web lassen sich zunehmend auf weitere Kanäle übertragen. Besonders Connected TV bietet neue Möglichkeiten, Inhalte und emotionale Situationen zu analysieren. Künftig könnten Werbeplätze nicht nur anhand von Zielgruppen oder Genres ausgewählt werden, sondern auch auf Basis der Stimmung einzelner Szenen. Damit entwickelt sich Kontextanalyse von einer Display-Disziplin zu einem kanalübergreifenden Marketinginstrument.
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