Marketer Talk mit Jürgen Leitner
Das sind die Themen:
Vertrauen schlägt Effizienz bei Premiumprodukten Bei hochpreisigen Produkten entscheidet Glaubwürdigkeit über den Kauf. Wer für einen Premiumurlaub mehrere tausend Euro ausgibt und dann ein als KI-generiert gekennzeichnetes Zimmerfoto sieht, verliert schnell Vertrauen in die Marke. Deshalb lohnt es sich, KI bewusst nur zur Bildbearbeitung einzusetzen und auf vollständig künstlich erzeugte Inhalte zu verzichten, solange Kennzeichnungspflichten wie der EU AI Act greifen.
Synthetische Zielgruppen als Entscheidungshilfe Synthetische Zielgruppen liefern belastbarere Entscheidungsgrundlagen als reines Bauchgefühl. Ein mit echten Personas trainiertes Sprachmodell lässt sich für einfache Fragen wie Wording oder Programmnamen ebenso einsetzen wie für größere strategische Entscheidungen. Wer aus Vermutungen valide Daten macht, beschleunigt Entscheidungsprozesse spürbar, ohne den direkten Kundenkontakt vollständig zu ersetzen.
Partner frühzeitig einbinden statt konkurrieren lassen Traditionelle und digitale Vertriebskanäle schließen sich im B2B-Bereich nicht aus, wenn Partner frühzeitig eingebunden werden. Reisebüros erhalten Vermarktungsaktionen zeitgleich oder sogar vorab, während Preisparität zwischen Website und stationärem Vertrieb Konflikte vermeidet. Wer seine Partner konsequent vorab informiert, sichert sich deren Rückhalt, auch wenn der eigene digitale Kanal weiter wächst.
Digitalisierung dort priorisieren, wo sie wirkt Nicht jeder Unternehmensbereich muss gleich schnell digitalisiert werden. Während Website und Kundenkommunikation stark auf KI-Unterstützung setzen, findet der Prozess mit Reisebüropartnern noch komplett analog über klassische Dateiablagen statt. Wer Digitalisierung priorisiert, sollte zuerst dort ansetzen, wo der größte Kundennutzen entsteht, statt alle Prozesse gleichzeitig umzustellen.
Konzernvorgaben als Bremse für KI-Tempo Konzernvorgaben bremsen den KI-Einsatz oft stärker als technologische Grenzen. Freigegebene Tools variieren je nach Unternehmensstruktur, und strengere Konzernrichtlinien verhindern etwa Vibe Coding durch einzelne Mitarbeitende. Wer in größeren Unternehmensverbünden arbeitet, sollte deshalb frühzeitig klären, welche KI-Werkzeuge tatsächlich freigegeben sind, bevor Prozesse darauf aufgebaut werden.
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