Marketer Talk mit Bernhard Schmidt
Das sind die Themen:
Mit bestehenden Kanälen starten – die schnellsten Erfolge Bevor neue Marketing-Kanäle aufgebaut werden, lohnt sich der Blick auf die vorhandenen Strukturen. Aßmann hat B2B-Bestands-Kunden erfolgreich auf das neue B2C-Segment hingewiesen und damit ohne große Budgets erste Erfolge erzielt. Der Vorteil: Das Vertrauen existierte bereits. Eine klare Handlung: Prüfen Sie zuerst Ihr bestehendes Kundenportfolio, bevor Sie in teure Neukundenakquisition investieren. Oft liegen Chancen näher, als sie zunächst erscheinen.
Social Media braucht realistische Ressourcen-Planung Social Media ist teuer in der Pflege – und zwar nicht unbedingt im Media-Budget, sondern in der Redaktion. Bei kleinen Teams macht ein breiter Social-Auftritt schnell keinen Sinn. Stattdessen sollten Sie ehrlich prüfen, wer tatsächlich Zeit für die Content-Erstellung hat. Das Fazit aus diesem Fall: Instagram und Facebook wurden eingestellt, weil die Ressourcen fehlen. Der klare Lernpunkt für Marketing-Entscheider: Investieren Sie in die Kanäle, die Sie tatsächlich durchhalten können – Konsistenz schlägt Quantität.
SEA im hart umkämpften B2C-Markt – der direkte Kostenvergleich In etablierten Kategorien wie Möbel fällt SEA schwer, wenn die Konkurrenz stärker ist. Aßmann merkte schnell: Im B2C-Segment konkurriert man gegen Ikea und große Plattformen, im B2B hingegen gegen bekannte Markennamen mit hohem Trust. Die Konsequenz war eine Fokussierung auf kosteneffizientere Kanäle. Die praktische Empfehlung: Berechnen Sie den CPA realistisch, bevor Sie in hart umkämpfte Keywords gehen. Manchmal lohnt sich ein anderer Vertriebskanal.
Marktplätze als Effizienzhebel – der strategische Wechsel vom Shop zur Plattform Der größte strategische Schwenk war der Umstieg von der eigenen Website auf Marktplätze wie Otto und Amazon. Der Grund: höhere Effizienz und schneller Zugang zu neuer Zielgruppe. Dieser Schritt zeigt einen modernen Marketing-Trend: E-Commerce funktioniert heute oft besser über etablierte Plattformen. Ihr Vorteil: Setzen Sie Marktplatz-Strategien nicht als Ergänzung, sondern als Schwerpunkt auf. Amazon und Otto bieten auch Wege ins europäische Ausland ohne eigenes Logistik-Setup.
Erfolg messen – der Grundstein agiler Optimierung Von Anfang an wurde das Tracking aufgebaut, um zu sehen, welcher Channel welchen Umsatz bringt und welche CPA akzeptabel sind. Ohne diese Daten wären schnelle Entscheidungen nicht möglich gewesen. Das ist die Basis für agile Optimierung. Die klare Handlung: Bauen Sie Attribution und Channel-Tracking auf, bevor Budgets steigen. Das gibt Ihnen die Freiheit zu entscheiden, wohin das Geld tatsächlich fließt und nicht fließt.
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