Marketer Talk mit Thomas Kenyeri
Das sind die Themen:
Generationenvielfalt erfordert mehrgleisige Strategien Events bringen heute fünf Generationen zusammen – vom Gen-Z bis zum Silver Surfer. Das ist nicht nebenbei eine logistische Herausforderung, sondern ändert deine gesamte Herangehensweise. Was die Jungen schnell, visuell und interaktiv wollen, brauchen Ältere detailliert, dokumentiert und gut strukturiert. Das beginnt bei der Bewerbung: Während die einen nur Social Media brauchen, benötigen andere eine umfangreiche Website. Du kannst keine One-Size-Fits-All-Veranstaltung mehr machen.
KI ist aus der Spielerei in die tägliche Realität gewandert Die Zeiten des KI-Bashings sind vorbei. Tools wie Live-Voice-Übersetzung und automatische Zusammenfassungen sind kein Science-Fiction mehr, sondern bereits auf Messen im Einsatz. KI hilft dir bei der Planung, bei der Konzeptionierung und besonders beim Measurement – also darin, deine Veranstaltung tatsächlich in Zahlen abzubilden. Die zentrale Frage ist längst nicht mehr: „Sollen wir KI nutzen?", sondern: „Wie integrieren wir KI sinnvoll in unsere tägliche Arbeit?"
Kreativität ist das letzte Unterscheidungsmerkmal Mit kleiner werdenden Budgets ist Kreativität nicht luxuriös, sondern überlebenswichtig. Das bedeutet: Du musst beim Erlebnis kreativ sein UND bei der Planung. Statt einfach Location und Catering zu buchen, kombinierst du Food Trucks mit Creative Stations, um deine Zielgruppe zu involvieren. Event-Manager sind längst Experience Designer – und das erfordert eine völlig neue Ausbildung und ein neues Mindset.
Netzwerken muss aktiv gestaltet und moderiert werden Networking ist der Hauptgrund, warum Menschen zu Events kommen – nicht zweitrangig, sondern entscheidend. Die Herausforderung: Menschen sind es gewohnt, online zu sein. Sie kommen nicht mehr rein und fangen automatisch an, sich zu unterhalten. Du musst Netzwerken von Anfang an moderieren und strukturieren – über Zielgruppen-Prefragen, KI-Tools oder einfach dadurch, dass du die Menschen von Beginn an führst und ihnen zeigst, wo sie welche Gespräche führen können.
Kulturelle Kompetenz wird zum entscheidenden Asset Das heißt nicht, dass du TikTok-Experte werden musst, sondern dass du verstehen musst, WARUM gerade Töpfern auf Ständen cool ist oder warum Retro-Trends zurückkommen. Event-Agenturen werden zur Markforscherin: Sie beobachten, welche Musikkulturen, Hypes und kulturellen Verschiebungen es gibt, und verstehen die Trigger dahinter. Eine Idee zu pitchen ohne diese kulturelle Tiefe ist heute nicht mehr wettbewerbsfähig.
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