Marketer Talk mit Nicole Trembacz
Das sind die Themen:
Sportwelt als Neuland für klassische Lebensmittelmarken Der Wechsel weg von klassischer TV-Werbung ist bei etablierten Marken längst notwendig geworden. Die Eurobasket-Sponsorships zeigen: Leidenschaft schlägt Plakate. Basketball-Fans sind zudem eine attraktive Zielgruppe – jung, digital-affin, höheres Einkommen. Die Botschaft bleibt hängen, wenn sie emotional und kulturell angebunden ist, nicht als isolierte Produktstatistik.
Mut zur spontanen Kreativität Während die ursprüngliche NBA-Promotion zu zeitig angesetzt war, führte ein gescheitertes Parallelkonzept letztlich zur besseren Lösung. Fünf Monate Early Launch für die Eurobasket schafften es, den Grundstein früher zu legen. Das zeigt: Agile Teams, die schnell umdisponieren können, gewinnen. Perfektionismus ist die Falle.
Verpackung wird zum Erlebnis, nicht zur Fläche QR-Codes und AR-Ansätze machen die Packung zur Schnittstelle zwischen physischem Produkt und digitalem Abenteuer. Gamification auf der Verpackung (etwa beim Tippsiel bei der Eurobasket) schafft Grund für wiederholten Kontakt. Inklusive Elemente wie Navi-Lens-Logos zeigen gleichzeitig: Moderne Marketing ist auch sozialer Marketing.
Gen Z erreicht man nicht mit prozentigen Inhalten 69 Prozent Vollkorn – solche Fakten vergessen Konsumenten schnell. Geschichten bleiben im Gedächtnis. Deshalb ist Storytelling über Basketball-Kultur, Hip-Hop, Sneaker und auch echte Nachhaltigkeitsprojekte (wie "Hubs Against Hunger") die echte Währung. Marken müssen Emotionen liefern, nicht Nährwertangaben.
Internationale Learnings brauchen lokale Authentizität Andere Länder haben andere Esskultur, andere Erwartungen. Pringles-Erfolge in Gaming lassen sich nicht 1:1 auf Kellogg's übertragen – deshalb funktioniert "Plug and Play" nicht. Marketing-Manager im Mittelstand sollten schauen, was woanders funktioniert, aber mutig das anpassen, was im eigenen Markt relevant ist.
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